Trinkwasser

Trinkwasser: Definition und Qualitätsanforderungen

Als Trinkwasser bezeichnet man jenes Wasser, das für den menschlichen Gebrauch und Genuss verwendet werden kann. Laut der Deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom 08.01.2018 ist Trinkwasser „alles Wasser, das, im ursprünglichen Zustand oder nach Aufbereitung, zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken […] bestimmt ist“(1. Abschnitt, §3, (1)). Daraus resultieren hohe Ansprüche an die Qualität des Trinkwassers. Hierzu nennt die TrinkwV allgemeine, mikrobiologische, chemische und radiologische Anforderungen. So heißt es unter allgemeinen Anforderungen zum Beispiel „[…] dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein. […]“ (2. Abschnitt, §4, (1))

  • Verwendung
    Wozu wird Trinkwasser verwendet?

    Neben den oben erwähnten Verwendungen, fallen auch folgende  Nutzungen unter die Trinkwasseranwendung:

    1. Körperpflege/Körperreinigung
    2. Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen
    3. Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen
    4. Alles Wasser, das in einem Lebensmittelbetrieb verwendet wird für die Herstellung, Behandlung, Konservierung oder zum Inverkehrbringen von Erzeugnissen oder Substanzen, die für den menschlichen Gebrauch bestimmt sind

    Gemäß der TrinkwV fallen nicht unter Trinkwasser:

    1. natürliches Mineralwasser im Sinne des § 2 der Mineral  und Tafelwasser-Verordnung
    2. Heilwasser im Sinne des § 2 Absatz 1 des Arzneimittelgesetzes
    3. Schwimm- und Badebeckenwasser
    4. Wasser, das
      1. sich in einem weiterführenden Apparat befindet, der
        1. zwar an die Trinkwasser-Installation angeschlossen ist, aber entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht Teil der Trinkwasser-Installation ist und
        2. mit einer den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Sicherungseinrichtung ausgestattet ist und
      2. sich in Fließrichtung hinter der Sicherungseinrichtung nach Buchstabe a Doppelbuchstabe bb befindet
  • Grenzwerte
    Wo liegen die Grenzwerte für Trinkwasser?

    Grenzwerte wurden für eine Fülle von Parametern festgelegt. Sie werden in mikrobiologische, chemische, Indikator- und radioaktive Parameter unterteilt. Zu den im Alltag wohl bekanntesten Größen zählen Legionellen, Nitrat und die Trübung. Die dazugehörigen Grenzwerte liegen laut TrinkwV bei jeweils 100/100 ml, 50 mg/l und 1,0 NTU. Die vollständige Liste finden Sie unter diesem Link (Anlagen 1 bis 3a).

    Sofern Grenzwerte nicht eingehalten werden, darf das Wasser nicht als Trinkwasser abgegeben bzw. zu Verfügung gestellt werden. Es liegt dann in der Zuständigkeit der jeweiligen Überwachungsbehörden über  Ausnahmegenehmigung, Entsorgung oder das ergreifen notwendiger Maßnahmen (z.B.: technische Nachrüstung) zu entscheiden.

  • Gewinnung und Aufbereitung
    Woher kommt das Trinkwasser?

    Die häufigsten Quellen für Trinkwasser sind das Grundwasser (Brunnen/Quellen) oder Oberflächengewässer (Seen/Flüsse). In der Regel müssen beide Wasser einer Aufbereitung unterzogen werden, da die Qualitätsansprüche an Trinkwasser höher sind als jene an Grund- oder Oberflächenwasser. Je nach Güte des Rohwassers muss entsprechender Aufwand in die Aufbereitung gesteckt werden. Hierzu gehören unter anderem die  Filtration und die Desinfektion mit Chlor.

  • Überwachung
    Wie läuft die Trinkwasserüberwachung ab?

    Häufigkeit und Umfang der Überwachung (durch den Unternehmer und durch die Aufsichtsbehörde) hängen sowohl von der Größe des Wasserversorgungsgebiets als auch vom jeweiligen Parameter ab. Grundsätzlich müssen größere Anlagen aber öfter beprobt werden. Beispielsweise muss die Leitfähigkeit bei einem Wasserversorgungsgebiet von 500 m³/Tag ein Mal im Jahr beprobt werden. Eine ausführliche Darstellung finden Sie hier. Unabhängig von diesen vorgeschriebenen Mindestüberwachungen werden Wasserwerke hinsichtlich der Wasserqualität in der Regel kontinuierlich überwacht. Diese kontinuierlichen Messungen ermöglich neben der Überwachung auch die Regelung bzw. Steuerung der einzelnen Prozesse.

Multiparametertafeln

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Zur Überwachung von Chlor, pH/Redox, LF und Trübung 

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Analoge Umformer für einzelne Parameter

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Zur Überwachung von Chlor, pH/Redox, LF oder O2 

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Chlor-Analyzer

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Zur Überwachung von Chlor nach DPD 

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Analyzer Turb 2000

Analyzer Turb 2000

Zur Überwachung von Trübung im Trinkwasser – optional mit Ultraschallreinigung 

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